UNESCO Global GeoPark

Schwäbische Vulkane

Der so genannte Schwäbische Vulkan wird in einem Umkreis von etwa 56 km auf dem Plateau der Schwäbischen Alb und im Alb-Vorland vorgefunden. Es wurden bisher über 350 Vulkanschlote (Diatreme) ermittelt; zahlreiche verborgene Schlote konnten nur mit geophysikalischen Techniken kartiert werden. Da die vulkanischen Aktivitäten nur im Miozän stattfanden, sind nach dieser langen Zeit Vulkanmerkmale nur in einigen Fällen wahrnehmbar, in noch weniger Fällen prägend für das Landschaftsbild und ganz selten sind Schlotspitzen an der Oberfläche sichtbar. Im Kontext geologischer Informationen können auch weitere Beobachtungen richtig zugeordnet werden. Auch der Vergleich des hiesigen „Intraplatten-Vulkanismus“ mit heutiger, bzw. neuzeitlicher Vulkantätigkeit in anderen Regionen Deutschlands und der Welt ist erhellend. Verschiedene Methoden geistes- und naturwissenschaftlicher Erkenntnisse zum hiesigen Vulkangebiet, die in den letzten 120 Jahren zusammengetragen wurden, haben eine verblüffende Vielfalt gut nachweisbarer vulkanischer Eigenschaften und Besonderheiten ergeben. Am sehr kleinen Scharnhauser Vulkanschlot, mehr als 23km nördlich des heutigen Albtraufs, wurden Weißjura Fragmente (Malm beta) vorgefunden, wo alle drei Jurastufen längst abgetragen sind. Zur Vulkanzeit kann das Albplateau also noch bis kurz vor Stuttgart bestanden haben.


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