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Der Heidengraben


Die Kelten auf der Schwäbischen Alb 

Der Heidengraben ein Kutlurdenkmal von europäischem Rang

Das Oppidum Heidengraben ist mit fast 17 km² die größte befestigte spätkeltische Siedlung Europas. Es wurde in der Spätlatènezeit um 120 v. Chr. auf der Vorderen Alb errichtet. Im Süden des Oppidums gab es einen Kernbereich, die sog. „Elsachstadt“, ein Siedlungs- und Handelszentrum mit einer Größe von 153 Hektar. In der Landschaft heute noch sichtbar sind Wälle mit vorgelagerten Gräben und mehrere Durchlässe in Form von sog. „Zangentoren“.
Schon vorher war das Gebiet keltisch besiedelt, wie eine Grabhügel-Gruppe aus der Hallstattzeit (8.–6. Jh. v. Chr.) sowie Nachweise von Gebäuden aus der Späthallstatt-/Frühlatènezeit (6.–4. Jh. v. Chr.) zeigen. Seine kurze Blütezeit erlebte der Heidengraben jedoch in der Spätlatènezeit ab ca. 120 v. Chr. Zahlreiche Funde belegen intensive Fernhandelsbeziehungen, sogar bis zum Mittelmeer. Aufgegeben wurde das Oppidum wohl bereits um 70 v. Chr.

                                                   blau: natürlicher Verteidigungsring  rot: erbauter Verteidigungsring mit Zangentore  rot mackierte Flache: Siedlung Elsachstadt


Das Oppidum liegt auf der Grabenstettener Halbinsel, (auf den Gemarkungen Grabenstetten, Erkenbrechtsweiler und Hülben), einem Teil der Albhochfläche, der nur durch einen schmalen Streifen südlich von Grabenstetten mit dem Rest der Albhochfläche verbunden ist, so dass der Albtrauf eine natürliche Befestigung darstellt. Durch diese Lage war es möglich, durch den Bau von vier kurzen Befestigungen ein Gebiet von rund 16,6 km² einzufrieden. Die Siedlung Elsachstadt hatte eine Ausdehnung von 1,53 km² und lag westlich der heutigen Gemeinde Grabenstetten. Das Oppidum Heidengraben hatte einen inneren und einen äußere Verteidigungsring. In Erkenbrechtsweiler wurde das Tor G, des äußeren Befestigungsringes restauriert.

 

Nach den neusten Ausgrabungen war der Heidegraben bereits einige Jahrhunderte vor der Anlegung des Oppidums besiedelt. In der Nähe des heutigen Burrenhofs gibt es Gräber aus der Zeit um 1000 v. Chr. und einige noch heute sichtbare Grabhügel, die aus der Zeit um 500 v. Chr. stammen. Allerdings wurde bis heute nur ein geringer Prozentsatz archäologisch untersucht. Dennoch können sich die Erkenntnisse sehen lassen: In jüngster Zeit durchgeführte geophysikalische Messungen lassen eventuell sogar auf eine große Kultstätte schließen,
zahlreiche Funde wie Amphorenreste oder Schmuck belegen eine rege Handelstätigkeit weit über die Landesgrenzen hinaus. Aktuell wird immer wieder geforscht. 2019 soll ein Elebnisfeld gebaut werden. Erlebnisfeld Heidegraben umfasst 500 Quadratmetern Fläche – sieben Meter hoch, siebzig Meter lang und kreisrund – kann Geschichte hautnah erlebt werden. Das Panorama soll in einer Mischtechnik aus Malerei und computergenerierter, digitaler Darstellung erstellt werden. Mittels Licht- und Tontechnik werden Tag- und Nachtstimmung, Geräusche und Sprache erzeugt, die den Sinneseindruck keltischen Lebens am Heidengraben verstärken. Die Kosten belaufen sich auf ca. 4,5 Mio. €. Weitere Infos gibt es hier.


Seit Mai 2013 gibts auch einen Film "Der Heidengraben". Erhältlich hier


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